Veröffentlichen – das ist’s wonach Autoren streben. Zehntausende Neuerscheinungen sieht der deutsche Buchmarkt alljährlich, aber die Zahl der veröffentlichungswilligen Autoren liegt um ein Vielfaches darüber. Die Nachwuchsautoren wissen oft weder, dass üblicherweise der Verlag allein das unternehmerische Risiko trägt, noch können Sie die Qualität ihres Geschriebenen realistisch einschätzen. Diesem Umstand verdankt eine ganze Branche ihre Existenz - diejenige der „Druckkostenzuschussverlage“ (DKZ), die oft vier- bis fünfstellige Summen nehmen, damit der Hobbyautor seinen Namen auf einem gedruckten Buch lesen kann. Die Selbstdarstellungen der Unternehmen lassen keine Gelegenheit aus, auf die literaturfördernden Ambitionen und den hohen Anspruch zu verweisen.

Wenn Buch gleich Buch ist und sich die Verlage nur dadurch unterscheiden, dass Gelder anfangs in verschiedene Richtungen fließen, mag die Entscheidung für einen Dienstleistungsverlag nicht so dumm sein, wie sie zunächst erscheint. Sollte also tatsächlich auf Qualität geachtet und nicht, wie oft kolportiert wird, alles publiziert werden, wären diese Firmen weniger schlecht als ihr Ruf. Wir haben deshalb die Probe aufs Exempel gemacht und sechs der bekanntesten DKZ-Verlage mit einem Manuskript konfrontiert, das schlimmer nicht sein könnte ... Parallel sandten wir das Werk an drei Profis aus dem Literaturbetrieb, um eine unabhängige Einschätzung der Qualität des Projekts zu erhalten. Wie’s ausgegangen ist, können Sie im Autorenkalender 2010 nachlesen.

Auf diesen Seiten präsentieren wir Ihnen die gesamte Einsendung und weitere Hintergründe.

Sie glauben, ein kleines Stückchen Talent muss doch vorhanden sein, wenn ein Verlag das Buch eines unbekannten Autors in sein Programm aufnimmt? Überzeugen Sie sich selbst: Lesen Sie, wie Rico Beutlich an die Verlage herantrat und sein 842seitiges Manuskript "Über-All" vorstellte.

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